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Ein Nähworkshop und ein tiefes Krea-Tief

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich eigentlich erst vom vergangenen Nähworkshop hätte berichten sollen, statt vom Bogenschießen. Tja, wenn das Wörtchen wenn nicht wär und mich nicht ein fürchterbares kreatives Tief, das allseits gefürchtete Krea-Tief, ganz hartnäckig heimsuchen würde… Dazu aber später mehr.

In regelmäßig unregelmäßigen Abständen veranstalten wir mit unserer Schritt-für-Schritt-Brücken bauen-Gruppe (was für ein Monsterwort!) Nähworkshops. Diesmal unter dem Motto „Nichts ist unmöglich- nähen nach Lust und Laune“.

Eine Teilnehmerin wollte gern für eine Freundin und deren Baby eine Windeltasche nähen. Und ich finde, es ist ihr ganz prima gelungen!

Eine tolle Windeltasche, die die Jungs-Mama sicher begeistern wird!

Hier entsteht eine schicke Bluse, die den Zeitrahmen des Workshops ein wenig gesprengt hat, jedoch direkt am Wochenende danach, fertiggestellt wurde und jetzt mit Stolz getragen wird.

Und hier wird grad ein Kissen für den Göttergatten zugeschnitten und genäht, denn der hatte an dem Tag Geburtstag.

20 Jahre nicht an der Nähmaschine gesessen. Macht nichts. Das Ergebnis ist akkurat genäht, komplett ohne mein Eingreifen.

Ich selbst bin auch zwischendurch zum Nähen gekommen und habe meiner persönlichen Sommershirt-Kollektion ein weiteres Shirt hinzugefügt 🙂

Es ist so toll, wenn frau sich den Stoff und Schnitt selbst aussuchen und auf den Leib schneidern kann 🙂

Tja, und jetzt stecke ich bereits seit einiger Zeit in einem üblen Krea-Tief fest. Es ist grad gut, etwas für mich selbst zu tun/zu nähen. So ganz viel mehr aber auch nicht. Ich fühle mich leer und ausgelaugt auf kreativer Ebene, wie ich es noch nie erlebt habe. Zum größten Teil muß ich mich richtig zwingen, überhaupt irgendetwas zu tun, was nicht vor-mich-hindösen, schlafen oder lesen ist.

Ich gehe deshalb ganz offensiv damit um, weil ich hoffe, diese Blockade (oder was immer es sonst sein mag) auf diese Art und Weise weglabern zu können.  Nee, das wird wohl leider nicht funktionieren. Aber nach Regen kommt ganz sicher wieder Sonnenschein und manchmal manifestiert sich das Regengebiet halt einfach ein Weilchen und verschwindet irgendwann von ganz allein wieder (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt). Derweil schalte ich ein paar Gänge runter, kümmere mich um meinen Vierbeiner und mich selbst und dann wird irgendwann auch auf kreativer Ebene alles wieder gut 🙂

Experiment Bogenschießen

Tja, eigentlich sollte/wollte ich euch, der richtigen Reihenfolge halber, von unserem letzten Näh-Workshop berichten. Das Bogenschießen war aber so außergewöhnlich (toll!), dass ich diesen Bericht heute gerne vorziehe und beim nächsten Mal über’s Nähen berichte.

Unsere Schritt-für-Schritt- Brücken bauen-Gruppe, hat sich vergangenen Donnerstag auf den Weg nach Bielefeld gemacht. Genauer gesagt zur Alten Wassermühle zu Bentrup. Dort fand das Bogenschießen statt.

Auf meiner Suche nach einer Möglichkeit das Bogenschießen einfach nur einmal auszuprobieren, bin ich über eine Firma für Outdoor-Events namens BEOconcept gestolpert. Das war ein richtiger Glücksgriff für uns! Nach einer etwas missglückten und verspäteten Busfahrt zur alten Wassermühle, hat uns Christoph, der Firmeninhaber und Trainer  unseres Kurses, bei strahlendem Sonnenschein (das Gewitter hatte ich auf den späten Nachmittag verschoben 😉 ) empfangen. Scheiben, Fangnetz und Co., warteten bereits darauf von uns traktiert zu werden. Mit einer Engelsgeduld hat uns Christoph zunächst eine Einweisung ins Bogen- und Armbrustschießen gegeben, bevor wir dann voller Tatendrang selbst losgelegt haben.

Sieht so ganz schlecht nicht einmal aus, aber meine Technik ist definitiv verbesserungswürdig.

Getroffen habe ich mit dem Bogen (außer meinen eigenen Arm mit der Bogensehne) allerdings nicht so furchtbar viel. Meine Sportschützenkollegen hatten mir so etwas schon prophezeit. Dennoch eine tolle Erfahrung, die ich, wenn noch Zeit gewesen wäre (und meine Arme nicht irgendwann lahm), gerne vertieft hätte.

Weit besser konnte ich mich mit den kleinen Pistolenarmbrüsten anfreunden, denn diese kommen meinem Hobby, dem Schießen mit großkalibrigen (überwiegend) Faustfeuerwaffen, doch deutlich näher. So habe ich es hiermit tatsächlich fertig gebracht, stehend freihändig mehrfach die goldene Mitte zu treffen 🙂

Christoph mußte nach beendetem Training doppelt nachzählen, dass auch alle Armbrüste noch da sind, denn ich hatte einen großen Rucksack dabei…

Zu guter Letzt, durfte ich noch die Doppelaxt schwingen. Auch das war einfach nur genial und ich bin froh, dass ich das ausprobiert habe. Tragischerweise hat meine Kamera eine recht starke Auslösungsverzögerung, so dass die Fotografin des Tages leider nur eine Aufnahme gemacht hat, auf der ich ziemlich verkrampft dastehe.

Sieht ein bißchen aus wie Schockstarre. Aber ich habe mehrere Menschen die bezeugen können, dass ich mit der Axt tatsächlich die Holzscheibe (mehrfach) getroffen habe.

Axtwerfen, eine Männerdomäne?! Vergesst es!

Mein Fazit: Es hat irre viel Spaß gemacht, all diese Dinge auszuprobieren und ich kann es nur jedem brandheiß weiterempfehlen, das auch einmal zu tun! Es war einfach nur klasse. Und auch das ganze Drumherum, sprich das Café der Wassermühle und die Umgebung, einfach nur schön. Vielleicht besucht ihr das Gelände ja auch einmal zu einem der offenen Kurse im Bogenschießen, die Christoph dort immer mal wieder gibt!?

Turnbeutel de luxe

Hach, ich konnte mich diesem Trend einfach nicht entziehen. Ich finde sie einfach zu schön und zu praktisch, diese Turnbeutel, Rucksäcke, Gymbags, oder wie auch immer ihr sie nennen wollt.

Mein Erster ist ein Teststück gewesen, für einen unserer Näh-Workshops im Zuge meiner Hauptarbeit.

Genäht aus silberfarbenem Kunstleder in Kombination mit grauem Polsterstoff, ist ein schickes maritimes Schmuckstück entstanden.

Da ich äußerst selten dazu komme für mich selbst eine Tasche zu nähen, habe ich diesen Rucksack gleich mal einkassiert und trage ihn nun selbst spazieren 🙂

Ein Tragefoto davon mit mir, erspare ich euch jedoch lieber. Dazu ist meine Rückansicht einfach zu PrOminent, mein Hinterteil zu ausladend, um den Rucksack von seiner besten Seite zu zeigen. Vor lauter Hintern, seht ihr am Ende den Rucksack nicht mehr

Allerdings habe ich bislang zwei weitere Turnbeutel de luxe genäht und da ich vorhabe sie zu verkaufen, brauchte ich zwingend ein hübscheres Fotomodel als ich es sein kann. Glücklicherweise konnte ich Sigrid dazu zwingen dafür gewinnen. Ihre Rückansicht ist hübsch und vorzeigbar fotogen und so hat sie mir, unter Einsatz ihres Lebens (die Arme wäre fast erfroren. Ich würde euch ja an dieser Stelle liebend gern ein Foto von ihr zeigen, wie sie sich im Anschluß an die Fotosession in ihre dicken Gartenklamotten eingemummelt hat, aber ich fürchte, dann brauche ich morgen nicht mehr in unser Büro zurückkehren ;-)), Model gestanden.

Den Rucksack habe ich genäht mit braunem Kunstleder unten und oben aus blauer Baumwolle mit lustigen Tukanen darauf. Eine Innentasche für das Kleingedöns, hat das gute Stück auch.

Für diesen Rucksack habe ich unten braunes Kunstleder verwendet und oben festen Baumwollstoff. Diesen Baumwollstoff habe ich mit Glitter-Textilfarbe und einem von mir handgeschnitzten Stempel (Ananas) verziert. Sieht klasse aus, wie die Ananas im Sonnenlicht funkeln 🙂

Jetzt muß ich nur noch die restlichen Detailfotos einfangen, so daß die Gymbags am Wochenende in meine Shops wandern können. Bin gespannt, wie sie euch gefallen!?

 

Ein etwas misslungener Geburtstag

Tja, liebe Leute, irgendwie ziehe ich grad magisch recht unschöne Dinge an. Nach meinem letzten Post, fing ein nächstes Familiendrama an, welches meine volle Aufmerksamkeit eingefordert hat. Meine Tante urplötzlich und schwer krank (Gott sei Dank ist sie mittlerweile den Umständen entsprechend wieder auf dem Damm und erholt sich) im Krankenhaus.

So war nicht ganz soviel los mit einem schönen Geburtstagsausflug für und mit meiner Ma. Ursprünglich hatten wir für den Vortag ihres Geburtstages vor, in die Niederlande zu reisen, für einen zünftigen Blümcheneinkauf. Gestrichen. Stattdessen Intensivstation. An ihrem Geburtstag selbst, konnten wir zumindest den eingeplanten Frühstücksausflug zum schwedischen Möbelriesen stattfinden lassen. Dumm nur, daß dort grad umgebaut wird und wir im zugigen Ausgangs-, bzw. Baustellenbereich frühstücken mußten. Da sich ein akuter Hungerast bei uns beiden anbahnte, konnten wir nicht noch flüchten und uns einen freundlicheren Ort zum Frühstück suchen. Doof. Und noch viel viel doofer war, daß meine Ma um ihr Croissant betrogen wurde und ich um’s Nutella.

Aber jeder Tag soll ja gerne die Chance erhalten sich zu verbessern. Nach einem netten Bummel durch den Möbelriesen, sind wir natürlich beim Stoffhändler unseres Vertrauens (Keskin) gelandet, wo wir u.a. eine riesige Auswahl an schicken Knöpfen vorgefunden haben und diese selbstverständlich eingesackt haben. Ich weiß zwar noch nicht wofür, aber ich wollte sie zwingend besitzen  Unfassbar, wie glücklich einen so kleine Knöpfchen machen können. *Kopfschüttel*

Die kleinen Dinge des Lebens erfreuen mich immer wieder riesig!

Da wir unsere Hunde dabei hatten, haben wir uns nicht besonders lange irgendwo aufgehalten, sondern sind am späten Vormittag in Richtung Bauernhausmuseum in Bielefeld gefahren, wo wir die Tierchen fröhlich (von ein paar kleinen Regenschauern abgesehen) durch den Wald gejagt haben.

Ein frühlingsfrischer Waldspaziergang ist immer wieder herrlich.

Wir haben den Tag also tatsächlich noch hin gebogen bekommen, so daß wir ihn getrost von der Scheißtag-Skala wieder streichen konnten!

Ich bilde mir ein, daß mein Geschenk an meine Ma (wie kann es anders sein, eine Tasche natürlich) stark zur Tagverbesserung beigetragen hat. Sie wünschte sich schon länger eine neue Tasche von mir, konnte sich aber bislang nie für einen Stoff entscheiden. Da habe ich kurzerhand zu karierten Möpsen gegriffen (nein, nicht rot werden und kichern an dieser Stelle. Ich meine natürlich die Hunderasse! Pfui, wer an was anderes gedacht hat… ;-)), sowie zu hellem Kunstleder und beige karierter Baumwolle als Innenfutter. Als Highlight für das so schon schöne Stück, habe ich bei Snaply Nähkram einen braunen Reißverschluß mit kupferfarben metallisierter Spirale gekauft und diesen sowohl für die Innentasche, als auch als äußeren Verschluß, eingenäht.

Ein metallisierter Reißverschluß wertet eine Tasche ungemein auf.

Et voilà: sie hat ihr neues Lieblingsstück gleich in Gebrauch genommen. Ein Volltreffer.

Ein gelungenes Geschenk würde ich sagen.

 

 

Rien ne va plus-nichts ging mehr

Ihr habt diesmal wieder sehr lange nichts von mir gehört, das weiß ich. Aber ich hatte meine Gründe und sie sind gesundheitlicher Natur.

In meinem letzten Beitrag konntet ihr ja schon lesen, daß mir so rein gar nichts mehr gelingen wollte. Rückblickend betrachtet ist dies überhaupt kein Wunder, denn zu diesem Zeitpunkt war bei mir ein Hörsturz in vollstem Gange. Ihr stimmt mir sicher zu wenn ich der Meinung war, daß es mehr als angebracht war meinen Kopf doch ein klitzekleines Weilchen ich den Sand zu stecken, um den vorangegangenen Stress zu reduzieren.

Auch jetzt fällt es mir zwischendurch immer mal wieder schwer mich vernünftig zu konzentrieren. Aber ich will und darf ja auch gar nicht gleich wieder Vollgas geben. Ich muß mich jetzt selbst wieder sortieren, Stress reduzieren und Entspannung höher dosieren, um mein Gleichgewicht wiederherzustellen.
Ich Glücksind habe jedoch auch hier wieder Glück im Unglück gehabt und die Hörminderung ist weitgehend verschwunden und der Tinnitus ist ertragbar. Vielleicht verschwindet er ja noch ganz, ich hätte nichts dagegen. Aber jetzt genug davon. Themenwechsel.

Ein paar Kleinigkeiten habe ich dann aber trotz aller Widrigkeiten doch noch zustande gebracht. So bin ich in den letzten Wochen in meine private Sommershirt-Produktion eingestiegen, um mich von einigen wirklich alten Shirts (10 Jahre+) endlich zu trennen. Das Folgende ist übrigens bereits Shirt Nr. 2.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Ganz viele
Schwalben, wie auf meinem Shirt jedoch, könnten die Sache
erheblich beschleunigen 😉

Die Nummer mit den Schwalben hat dann doch noch nicht so richtig geklappt. Mist, aber auch. Derzeit ist ja leider wieder nichts mit Kleider vom Leib reißen. Das Gegenteil ist der Fall und nicht nur ich war gezwungen, die Winterklamotten zu reaktivieren. Dennoch geht meine Shirtproduktion hier munter weiter, bis das Soll erfüllt ist.

Falls ihr noch wissen wollt was für ein Schnittmuster das ist, dann kann ich euch an dieser Stelle leider keine Empfehlung geben, denn es ist mein eigenes, maßgeschneidert für meinen Astralkörper 

Nun, ich verspreche euch zum Abschluß lieber nicht, daß ich von nun an wieder mehr von mir hören lasse. In letzter Zeit hat allzu oft das Leben zwischen dieses Vorhaben gegrätscht. Warten wir mal ab, ob ich das wieder auf die Reihe bekomme…

Wenn mal wieder alles schief geht

Ihr kennt ganz sicher diese dämlichen Tage, wo euch aber so rein gar nichts gelingen mag. Vorzugsweise ist man immer mit so einer dusseligen Blockade „gesegnet“, wenn grad besonders viel Arbeit ansteht. 😨

Geht mir grad so, aber gewaltig. Ich muß Texte für meinen Blog verfassen und finde keine Worte, muß weiteren Papierkram erledigen und finde keinen Anfang. Projekt Schlüppa ist ein einziges übles Desaster und ich stelle mich beim Nähen an wie der erste Mensch.

Bin schwer versucht den Schlüppa in die Tonne zu treten. Fing schon damit an, dass mir der Stoff mit den wilden Tieren nicht in voller Breite verkauft wurde und ich das erst Zuhause feststellte.

Da bin ich ja direkt froh, dass ich es gelassen habe etwas für meinen Shop zu nähen. Da wär sicherlich nichts Gutes bei heraus gekommen…

Ach ja, und mein Fernseher ist auch im A….. Naja, der darf das nun aber nach über 20 Jahren treu geleisteten Diensten. Schon bei meinem Umzug im letzten Jahr hatten meine Umzugshelfer ihn bereits zum alten Eisen gestellt. Nur nach meinem entsetzten Aufschrei haben sie ihn freundlicherweise verpackt und mitgenommen. „Den Dinosaurier willst du mitnehmen?“ war die Frage. Ja, liebe Leute warum denn nicht?! Man muß schließlich nicht alles wegschmeißen nur weil es alt ist, aber nicht kaputt.

Nun ja, jetzt habe ich ausreichend genörgelt in dem Wissen, dass es ja doch nicht hilft.

Wie war das? Wer den Kopf steckt in den Sand, der wird am Hinterteil erkannt!

Von Schlüppern und Einhörnern

Ja, was habe ich diese Woche so getrieben? Fürchterlich viel Papierkram habe ich erledigt und mich um ganz viele Dinge gekümmert (kümmern müssen), die überhaupt nichts mit meinen bunten Re.Gel.Werken zu tun haben 😞
Ob ich in nächster Zeit überhaupt dazu komme mal endlich meinen Warenbestand aufzustocken? Zweifelhaft. Aber optimistisch wie ich bin, gebe ich die Hoffnung nicht auf!

Da hat mich am vergangenen Sonntag der Papierkram dermaßen aus dem Haus getrieben, ich mußte zwangsläufig zum holländischen Stoffmarkt nach Bielefeld fahren 😊
Ich sage euch: kauft den Stoff den ihr schön findet sofort und lauft nicht noch über den Markt um später zuzuschlagen. Alle meine okkupierten Stöffchen waren ausverkauft. Dumm gelaufen und Pech gehabt. Andererseits habe ich natürlich einiges an Geld gespart…

Was denn aber doch den Weg nach Hause gefunden hat, ist ein schickes Gummi für mein schon länger ins Auge gefasste Schlüppa-Projekt. Auch ein wilder Stoff dafür ist mitgewandert.

Hoffentlich beißen mich die wilden Tiere nicht nach Fertigstellung in
den Allerwertesten!

Auch an diesem Wochenende bin ich vor meinem Papierkram einigermaßen geflüchtet und habe nicht soviel geschafft, wie ich hätte müssen. Das Wetter war aber auch zu schön gestern, die Sonne hat gestrahlt!
Obwohl ich mir dabei ganz offenkundig mein Hirn verbrannt habe. Anders kann ich es nicht erklären, dass ich nach dem ersten Spaziergang am Morgen mit Shorty einen unfassbaren Putzfimmel bekommen habe, dem ich (ist meiner Abneigung dem Papierkram gegenüber geschuldet) unbedingt nachgeben mußte. Denn jeder, der mich kennt weiß, dass übermäßiges Putzen meiner Meinung nach verschwendete Lebenszeit ist 😉 Nun strahlt die Bude ebenfalls.
Weiterhin habe ich den ganzen Tag daran gedacht, dass die liebe Mausbeerenkönigin Annika ihren 5.!!! Geburtstag feiert. Und dennoch habe ich es komplett vergessen, ihr durch ihre Mama zu gratulieren.
Asche über mein Haupt, liebe Annika. Ich hoffe, du jagst mich nicht Schande schreiend mit der Büßerglocke um die Häuser!
Ich bitte dich untertänigst um Verzeihung für diesen meinen Fauxpas! Ich sende dir hiermit alles erdenklich Liebe und Gute und noch viel mehr Gesundheit nachträglich zu deinem Geburtstag!!!
Die verwirrte Frau, aka moi, hat doch tatsächlich in ihrer Hirnverbranntheit als Wiedergutmachung für dich zartlila Stoff eingekauft. Und damit nicht genug, hat sie auch noch Stoff mit pinken (igittigitt, schüttel und würg) Einhörnern (noch viel mehr Geschüttel und Gewürge) gekauft. Und das alles nur, um für dich ein hübsches Kleidchen zu zaubern! Da du meine immense Abneigung gegen diese Farbtöne kennst, weißt du, was die Verarbeitung dieser Stoffe für ein Kraftakt für mich ist und dass ich damit ausreichend Buße getan habe. Jede weitere Strafe wäre unmenschlich 😇

Selbstgeißelung als Wiedergutmachung für eine versäumte Gratulation. Einhörner.
Schlimmer geht nimmer für mich 😉

Zu guter Letzt gehe ich jetzt einmal meinen Geisteszustand überprüfen. Das ist offenkundig dringend notwendig, wenn ich jetzt schon in dritter Person von mir spreche…
Danke liebe Sigrid, hast du gut hinbekommen

Ein weiterer Näh-Workshop

Am vergangenen Donnerstag hatte ich mit meiner Schritt-für-Schritt-Gruppe von meiner Hauptarbeit aus, schneller als gedacht, unseren nächsten Näh-Workshop.

Es waren in der Hauptsache einfach zu nähende Teile wie Schürzen, ein Rucksack, eine Einkaufstasche, Kissen und so weiter, gefragt.
Aber wie das nun einmal so ist, konnte die Rebecca es nicht lassen und hat begonnen ein feines maritimes Shirt für sich zu nähen 😊

Aber, hübsch der Reihe nach. Ich denke, ich kann für alle TeilnehmerInnen sprechen wenn ich sage, dass es trotz ein wenig Hektik (die immer auftaucht gegen Mitte/Ende einer solchen Veranstaltung. Dann, wenn man merkt, dass man doch länger braucht als gedacht), riesig viel Spaß gemacht hat und die schönen Ergebnisse sprechen für sich:

Eine Kinderschürze für ein kleines Mädchen, genäht von
der lieben Oma.

Eine Kinderschürze für meinen jüngsten Patenjungen, genäht von
meiner lieben Kollegin Erika.
                                                                       

Große Kuschelkissen für das Sofa Zuhause.

Ein schicker Rucksack für Ausflüge ins Grüne.

Eine kleidsame Schürze für die ambitionierte
Hobbyköchin.

Hier bin ich dabei mein Shirt zu overlocken. Fertig bekommen
habe ich es allerdings erst @home.

Das Shirt ist jetzt so schön fluffig und bequem mit den dunkelroten
Bündchen, dass es großes Potential hat, eines meiner Lieblingsshirts
zu werden. Und ’nen schlanken Fuß macht es obendrein 😉
Schnittmuster „Amy“ von Pattydoo in Größe 48.

Topp-Star-Award 2017- meine Sicht der Dinge

Entschuldigt bitte, dass ich euch erst jetzt von meinem Erlebnis des vergangenen Wochenendes im Detail berichte, aber ich musste erstmal wieder runterkommen, mich entspannen und den Kopf frei kriegen.

Was für ein Abenteuer!
Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie dermaßen aufgeregt ich war, als ich vorletzten Freitag meine Reise angetreten bin. Nach wochenlangen Überlegungen und Vorbereitungen (meine lieben Kolleginnen bei meinem Hauptjob mussten sich vermutlich täglich (mehrfach) irgendwas über mein Konzept und Pralinen anhören ;-), aber hey, sie durften auch verkosten), sollte ich an diesem Tag endlich vor die Jury treten.
Meine Züge fuhren planmäßig und überaus pünktlich, so daß ich bereits gegen 14.00 Uhr im sonnendurchfluteten Frankfurt am Main ankam.

Schöne Architektur im Frankfurter Hbf

Ein verhuschter Blick auf Mainhattan, eingefangen aus der S-Bahn

Um kurz vor 15.00 Uhr kam ich also auf dem Messegelände an und dort stand und saß bereits ein kleines Grüppchen von Frauen, die aussahen, als ob sie meine Mitstreiterinnen sein könnten.
So war es auch und nach netter Begrüßung und Aufnahme in die überaus nervöse Runde, wurden wir auch schon abgeholt von den beiden Mitarbeiterinnen des frechverlages.
Beim Betreten des sehr weitläufigen Messegeländes habe ich auf dem Weg zu dem Raum, wo wir unsere Konzepte präsentieren sollten ständig gedacht: und hier soll morgen der Messebetrieb in vollem Gange sein? Unvorstellbar für mich, obwohl ich selbst vor lang vergangener Zeit Innenarchitektur studiert habe und mir die Gepflogenheiten des Messebaus durchaus vertraut sind…
Meine armen Nerven waren ohnehin so derb am Flattern, wie schon sehr lang nicht mehr!

In dem Raum endlich angekommen, haben wir uns niedergelassen, auf die Jury gewartet und noch einmal unsere ausgetrockneten Münder und Lippen mit den nachgereichten Getränken befeuchtet. Als dann unsere Runde komplett war haben wir Lose gezogen um festzulegen, wer beginnen sollte. Los Nummer 4 fiel auf mich und ich war erleichtert und entsetzt zugleich ein bißchen Aufschub bekommen zu haben.

Dann: Auftritt Rebecca mit ihrem Buch-Konzept „Pralinen- einfach selbst gemacht“.
Durch die lange Wartezeit und auch durch die von der Jury gestellten Fragen im Vorfeld, hatte ich meine Präsentation im Geiste mehrfach hin- und hergewälzt, neu ausgedacht und wieder verworfen.
Im Prinzip habe ich fast vollständig meinen Vortrag improvisiert und war am Ende heilfroh, dass ich mehr oder weniger alles heraus bekommen habe, was ich sagen wollte. Ich denke, es war ganz gut, denn eine meiner Mitstreiterinnen sagte mir im Anschluß, man hätte gar nicht groß bemerkt wie nervös ich war. Puh, Glück gehabt!
Die sehr herzliche und freundliche Atmosphäre hat allerdings sehr viel dazu beigetragen meine Nervosität zu lindern und war auch verantwortlich dafür, dass ich mich seit dem Zusammentreffen mit den Mädels und während meines ganzen Restaufenthaltes in Frankfurt sehr wohl gefühlt habe!

Nach der (länger als geplant dauernden) Buchkonzept-Präsentation ging es kurz zum Hotel, wo alle Mitarbeiter des frechverlages und auch wir Wettbewerbsteilnehmerinnen untergebracht waren.
Hotel Rödelheimer Hof. Sehr empfehlenswert übrigens! Ich habe noch nie in einem Boxspringbett geschlafen und hätte die Klimaanlage nicht die ganze Nacht über ständig wechselnde Gluckergeräusche von sich gegeben (gibt nur einen kleinen Abzug in der B-Note 😉 ), wäre die Nacht friedlich und traumhaft gewesen für mich vor lauter Erleichterung.

Aber halt. Jetzt habe ich das Abendessen glatt übersprungen! Dabei ist das auf alle Fälle eine Erwähnung wert. Unser komplettes Trüppchen inklusive Juroren, hat sich gegen acht Uhr am Freitagabend im persischen Restaurant Arche Nova eingefunden.
Einfach nur klasse, die Hauptspeise. Ich aß Basmati-Safranreis mit Hähnchenbrustfiletstreifen in einer Granatapfel-Walnußsauce. Wirklich spektakulär lecker!
Mit wohl gefülltem Magen und fantastisch geleertem Kopf, bin ich gegen elf Uhr stehend ins Bett gefallen.

Um neun Uhr am Samstagmorgen fing unser Tag auf der Messe an. Um elf Uhr sollte die Preisverleihung sein. Bis dahin sind wir in unserer (fast geschlossenen) Gruppe ein wenig über die Creativeworld geschlendert.
Die Nervosität stieg erneut deutlich an, je näher sich die Ihr der Elf näherte. Es war dann aber recht kurz und schmerzlos, was ich super fand.

Gewonnen haben Ina und Sandra mit ihrem Buch-Konzept über das Nähen von Rucksäcken.
Absolut verdient muss ich sagen. Mädels, wir waren allesamt spitze und jede von uns hätte den ersten Platz verdient gehabt!

Ich bin sehr glücklich mit meinem zweiten Platz.
Eine der ersten fünf von 120, yeah!!!

Tja, und dann war er vorbei, der Topp-Star-Award 2017. Ich hatte meine Rückfahrt so geplant, dass ich noch ausreichend Zeit haben würde die komplette Messe zu erkunden. Gesagt, getan. Mit den beiden Gewinnerinnen Ina und Sandra und Barbeleis (sie hat ein Konzept über Naturbindfäden vorgestellt), bin ich losgelatscht über die Creativeworld zuerst, weiter über die Paperworld und zuletzt die Christmas World. Einzig die Floradecora haben wir nicht mehr geschafft, aber ich muss schon sagen, dass dies eine überaus stramme Leistung von uns war. Mein Schrittzähler berichtete mir im Zug bereits von knapp über sieben gelaufenen Kilometern. Zuhause waren es dann etwas über neun.

Es war ein rundum schönes Wochenende für mich! Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, ganz viel neuen Input bekommen und freue mich immer noch wie verrückt, so weit gekommen zu sein!
Meine abschließenden Worte nach der vielen Schreiberei gelten meinen lieben Arbeitskolleginnen und meinen lieben Freunden und Freundinnen; ich danke euch sehr für eure Korrektur und unendliche Geduld mit mir in der Konzepterstellungphase, euer Mitfiebern und eure Freude über meinen Erfolg! Danke.

Einblicke in mein persönliches Näh-Wana…

wollte ich euch bereits seit längerer Zeit zeigen und aktualisiert haben. Und dann kam Weihnachten so plötzlich dazwischen  

Jetzt aber:
Die letzten Septemberwochen fingen einfach nur wahnsinnig müde für mich an… Dank ein paar meiner Haus-Mitbewohner, ist mir hier ruhiger Schlaf nicht immer vergönnt. Das ist wohl das „Leid“ in Mehrfamilienhäusern. Aber egal. Ich bin auch wirklich ´ne alte Zimpergeige was meinen (sehr leichten und bei Vollmond fast unmöglichen) Schlaf anbetrifft… 🙂
Und weil das so ist, habe ich meine Ma zur Umräum-Hilfe gebeten. So sah mein neues Näh-Atelier/Schlafzimmer seit meinem Umzug im Mai bislang aus:

Den Teil mit den Schreibtischen kennt ihr ja schon.

Das ist die zweite Hälfte meines Näh-Reiches (gewesen)

Hinter meinem Paletten-Zuschneide-Tisch seht ihr noch mein Bett hervor blitzen.

Und nun ist alles auf´n andern End gewandert, was ich persönlich sehr viel besser finde. Ich habe nun eine tolle „Schlafhöhle“ und mein Arbeitsbereich ist viel luftiger geworden und besser noch vom Schlafbereich abgetrennt 🙂

Mein kleiner Nähmaschinen-Fuhrpark ist an Ort und Stelle geblieben.

Aber das Bett ist herüber gewandert und neue Regale sind hinzu gekommen.

Links hinter dem Schreibtisch führt übrigens die Treppe hoch in mein Näh-Reich.
Hinter der Tüt verbirgt sich mein begehbarer Kleiderschrank aka Abstellkammer.
Diesen Anblick erspare ich mir euch allerdings, denn er ist erwartungsgemäß leicht
unordentlich 😉

Ich bilde mir ein, dass sich mein allgegenwärtiges kreatives Chaos dadurch etwas gelichtet hat.
Obwohl. Nee, eigentlich doch eher nur kurzfristig 

P.s.: Aber mein Schlaf hat sich sehr deutlich verbessert und das war das Hauptziel!