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DIY

Ein Fotostudio selbst bauen

Dazu braucht es gar nicht soviel und teuer muss es auch nicht sein! Ich hatte noch einige Resthölzer zu Hause, die eigentlich für ein anderes Bauvorhaben geplant waren.
Wie schon bei dem Gartensessel, habe ich hier auch zumeist wieder Betonschalbretter verwendet in der Größe 2m x 10cm x 2,5cm. Das ganze Werk muss selbstverständlich sauber geschliffen werden und mit Holzschutzgrund und (wer mag) Farbe, versehen werden.

Bohrmaschine, passende Bohrer und den Versenker, eine Handsäge, sowie passende Schrauben usw., setze ich einfach mal voraus.

Heute gibt es von mir auch keine detaillierte Bauanleitung, sondern lediglich die passenden Skizzen dazu:

Desweiteren wollt ihr sicherlich noch wissen, wo man was herbekommt.
Die Klemmspots habe ich im großen schwedischen Möbelhaus gekauft: KVART für 7,99 Euro/Stück.
Die dazu passenden Energiesparleuchtmittel in Tageslichtweiß mit E14 Fassung gibt es im Baumarkt für etwa 10 Euro/Stück.
Ebenso im Baumarkt erhaltet ihr die Klemmzwingen und den Tapeziertisch.
Den weißen Fotohintergrund ( etwa 1m breit und 1,35 lang) habe ich im großen Auktionshaus bei studiobedarf24 für etwa 20 Euronen gekauft.

Ich wünsche euch jetzt nur noch viel Spaß beim Nachwerkeln und zeige euch jetzt noch ein paar Fotos, wie das ganze Werk in Aktion aussieht:

 

Mobiles Fotostudio in Aktion

 

Halter für Fotohintergrund

 

Halter für Tageslichtlampen

 

Detail Halter für Tageslichtlampen





Adirondack Gartensessel

 

 


Material:

4 Schalbretter sägerau 23x 100 x 2000 mm
5 Leisten 24 x 48 x 2000 mm                           (Kiefer/Fichte/Tanne)
7 Zaunlatten 18 x 90 x 900 mm

73 Holzschrauben 4,0 x 35
14 Holzschrauben 6,0 x 40
8 Schloßschrauben + Unterlegscheiben + Muttern

und außerdem noch:

Leiste 4 mm dick (für die Abstände) Bleistift, Winkel, Maßband, Feinsäge (ich habe eine japanische Handsäge Dozuki universal verwendet), 2 kleine Zwingen, Holzbohrer 4 + 6 + 8 mm, Versenker, Bohrmaschine, Akuschrauber (alternativ Bohrmaschine benutzen) Schleifpapier 40er + 180er Körnung, Schwingschleifer, Holzschutzgrund, 750 ml Lack in Farbe nach Wahl, Pinsel

Los geht´s:

Zuerst alle Teile zusägen. Grundsätzlich sollte immer darauf geachtet werden, dass die schönen Seiten außen landen! Aus den Schalbrettern brauchen wir:

2 Seitenwangen für die Unterkonstruktion 1000 mm lang
2 Vorderbeine 610 mm lang
2 Hinterbeine 610 mm lang
1 Stuhlzarge 654 mm lang
1 Stütze für Rückenlehne 654 mm lang
2 Armlehnen 800 mm lang (Die Stützen für die Armlehnen fallen von allein ab beim anschrägen)

Aus den 5 Leisten sägen wir:

12 Leisten für die Sitzfläche und als untere Stütze für die Rückenlehne 654 mm lang

Zuletzt die 7 abgerundeten Zaunlatten:

1 so lang lassen wie sie ist
2 um 35 mm kürzen
2 um 70 mm kürzen
2 um 105 mm kürzen

Nun werden einige der zugeschnittenen Hölzer bereits gebohrt und andere nicht. Der Sessel langsam zusammengebaut und zwischendurch immer mal wieder gemessen und gebohrt. Ich gehe deshalb auf diese Weise vor, da ich sägeraue Hölzer genommen habe, die nicht unbedingt maßhaltig sind. Das heißt beim Zusammenbau muß manchmal etwas gedrückt und gezogen werden damit es besser passt. Würde man die Löcher im Vorfeld bohren, wird es wahrscheinlich so sein, dass es nicht mehr passen würde und optisch obendrein doof aussieht und das wollen wir ja nicht 🙂

Seitenwangen:

Vorn abrunden. Als Rundung habe ich die Dose mit meinem Lack auf das Brett gestellt, angezeichnet und beide Wangenbretter aufeinandergelegt und mit den Zwingen fixiert. Dann habe ich mit der Japansäge die Rundung erst grob gesägt und anschließend alles mit dem 40er Schleifpapier schön gleichmäßig rund geschliffen.
Nun werden die Wangen hinten abgeschrägt. Wie auf dem Foto zu sehen mit 70 x 75 mm. Das Abgeschrägte ist die neue Standfläche. Nun werden 8mm Löcher gebohrt für die Vorderbeine.
Von hinten habe ich an den Seitenwangen oben 880 mm abgemessen und 25 mm vom oberen Rand. Und wieder von hinten gemessen, diesmal unten wo hinten die Schräge dran ist (alles klar soweit?!) habe ich 810 mm abgemessen und ebenfalls 25 mm vom Rand.

Vorderbeine:

An den Vorderbeinen die Höhe der Seitenwangen markieren mit 360 mm von unten. Die bereits gebohrten Seitenwangen innen an die Vorderbeine anhalten und mit der Oberkante auf den 360 mm mit der Zwinge fixieren. Jetzt kann man eine von den dicken Holzschrauben möglichst gerade durch die Löcher der Seitenwangen pieksen um die Löcher in den Vorderbeinen zu markieren, oder man legt sich gleich ein Restholzstück unter die fixierten Teile und bohrt gleich durch. Diese Löcher in den Vorderbeinen, sowie alle weitern Löcher wo hinterher Schraubenköpfe drin sind, müssen unbedingt versenkt werden, damit die Schraubenköpfe hinterher nicht aus dem Holz ragen!

 

 

 

 

Zweite Seitenwange mit Vorderbein genauso arbeiten. Jetzt die Stuhlzarge unter der Seitenwange am Vorderbein anhalten markieren. Ich habe sie bündig vorn angehalten und vom Rand 10 mm abgemessen und von Ober- und Unterkante je 25 mm. Nun werden 6 mm Löcher für die Zarge in die Vorderbeine gebohrt. Da bei der Zarge direkt ins viel härtere Stirnholz geschraubt wird, würde ich empfehlen die Zarge erst an Ort und Stelle zu setzen, wieder mit zwei der 6 mm Schrauben ins Stirnholz der Zarge pieksen und dann die Zarge mit einem 4 mm Bohrer (sehr wichtig den Bohrer kleiner zu wählen sonst zieht die Schraube nicht mehr an!) vorzubohren und das auf beiden Seiten. Jetzt kann die Zarge eingeschraubt werden und das sollte nun so aussehen:

 

Armlehnen:

Die Armlehnen werden wie schon die Seitenwangen zuvor auf die gleiche Weise vorn abgerundet. Die Seite die zur Mitte des Sessels zeigt wird durchbohrt mit dem 6 mm Bohrer um sie später auf Vorder- und Hinterbeinen zu besfestigen. Von hinten gemessen habe ich 640 mm, 580 mm, 80 mm und 20 mm markiert, das Ganze etwa 10 mm vom Rand entfernt.
Jetzt werden die Armlehnen an der Außenseite hinten abgschrägt mit 60 mm in der Breite und 300 mm von hinten nach vorn

Leisten f. Sitzfläche:

Die 11 Sitzflächenleisten und auch die untere Leiste für die Rückenlehne werden an den Rändern mit je zwei Löchern versehen. Dazu 10 x 10 mm von den Rändern aus anzeichnen und mit dem 4 mm Holzbohrer Löcher reinbohren und versenken.
Nun können die Sitzflächenleisten auf dem bereits zusammengeschraubten Untergestell mit dem 4,0 x 35er Schrauben  festgeschraubt werden (Für die kleinen Schrauben ist kein vorbohren in die Seitenwangen oder andere Hölzer notwendig!) Dazu die erste Leiste vorn an der Rundung anbringen, die nächste dicht an die erste und alle danach in etwa 4 mm Abständ zueinander anschrauben. Hierfür die 4 mm dicke Holzleiste zu Hilfe nehmen. Am Ende der Seitenwange sollten dann noch 484 mm stehen bleiben.

Zaunlatten für Rückenlehne:

Die Zaunleisten für die Rückenlehne werden unten alle mit dem 4 mm Holzbohrer durchbohrt und versenkt. Je zwei Löcher werden vom unteren Rand 10 mm markiert und von den Seiten je 25 mm.
Für die obere Rückenlehnenstütze werden an den Zaunlatten von unten 400 mm mittig markiert und ebenfalls mit dem 4 mm Bohrer gebohrt und versenkt.
Die Zaunlatten der Rückenlehne werden jetzt an die untere zwölfte Leiste geschraubt, die wie die Sitzflächenteile auf den Seitenwangen befestigt werden. Hierzu vom Rand bündig beginnend wieder die 4 mm Holzleiste für gleichmäßige Abstände zu Hilfe nehmen. Die obere Rückenlehnenstütze wird nun auf Höhe der 400 mm Löcher mittig markiert und ebenfalls mit Hilfe der 4mm Leiste festgeschraubt. Nun wird die fertige Rückenlehne dicht (also ohne 4 mm Abstand!) an die letzte Leiste der Sitzfläche auf die Seitenwangen geschraubt. Und so sollte eure Arbeit bislang (bei euch jetzt aber schon mit oberer Rückenlehne) aussehen:

Nun wird auf den Seitenwangen die Position der Hinterbeine festgelegt. Dazu von hinten 320 mm markieren sodaß die Hinterbeine oben mit der Stütze der Rückenlehne schön abschließen.

Nun unten die 8 mm Löcher für die Schloßschrauben an den Hinterbeinen markieren wie auf demfolgenden Foto:

Bohren und versenken nicht vergessen. Hinterbeine an markierte Stelle an die Seitenwangen zwingen und ein Restholz hinterhalten (wichtig, damit das gebohrte Loch nicht doll ausfranst!) um direkt durch die Bohrlöcher für die Schloßschrauben vorsichtig durch die Seitenwangen zu bohren.
Schloßschrauben durchstecken und Hinterbeine befestigen.
Die obere Rückenlehne wird mit 6 mm Löchern durchbohrt. Dazu wie auf dem Foto Löcher markieren und vorsichtig durchbohren. Hier variieren die Maße vermutlich etwas und man muß ein wenig drücken, weshalb ich an dieser Stelle keine genaue Schraubenpoition angebe.

 

Durch die jetzt entstandenen 6 mm Löcher habe ich nun vorsichtig mit einem 4 mm Bohrer direkt in das Hirnholz der Rückenlehne gebohrt. Auf beiden Seiten 6,0 x 40er Schrauben rein und festgeschraubt.

So, fast schon ist der Sessel fertig! Jetzt kommen vorne und ganz hinten 6,0 x 40er Schrauben in die Löcher der Armlehnen und die Lehne wird je bündig mit dem Hinterbein und seitlich zur Mitte hin bündig mit dem Vorderteil auf Vorder- und Hinterbein gelegt, mit den Schrauben angepiekst und das Hirnholz der Vorder- und Hinterbeine mit dem 4 mm Bohrer leicht angebohrt, damit die Schrauben gut anziehen. Ein Schraubenloch ist noch frei und dort kommt je eine der 4,0 x 35er Schrauben hinein, um nicht mit der Schraube der hinteren Rückenlehne zu kollidieren. Auch hier ist kein vorbohren nötig.
Die langen dreieckigen Abfallstücke von den Armlehnen habe ich mittig außen als Zierstütze für die Armlehnen an denVorderbeinen oben dicht an der Armlehne markiert. Die Vorderbeine mit dem 4 mm Holzbohrer durchbohrt, versenkt und die Zierstützen festgeschraubt.

Probesitzen gefällig auf eurem tollen Sessel?!!! Und gleich wieder hoch mit dem Hintern denn…

… die Holzbehandlung beginnt.

Dazu die Teile (besonders die Leisten für die Sitzfläche, aber auch andere) markieren und nummerieren an den Stirnseiten, damit nachher auch alles wieder passt wie es sein soll. Den Sessel komplett wieder auseinanderschrauben und die einzelnen Teile mit dem Holzschutzgrund streichen und gut trocknen lassen. Dabei die Trockenzeiten eures Produktes beachten und befolgen!  Es empfiehlt sich systematisch beim Streichen vorzugehen und die Teile immer wieder so auf die Hölzer zum Trocknen abzulegen, dass eure Markierungen und Reihenfolge so bleibt, denn spätestens wenn ihr farbigen Lack benutzt sind eure Markierungen dahin!
Nachdem eure Teile gut abgetrocknet sind, könnt ihr sie mit dem 40er Schleifpapier tüchtig schleifen. bis sie für euch schön aussehen und die ganzen Riffel und was weiß ich verschwunden sind. Danach wäre die Gelegenheit eventuelle Risse, Astlöcher oder sonstige schadhafte Stellen mit einem Holzspachtel zu verfüllen. Ich habe darauf verzichtet, weil der  Sessel so noch etwas lebendiger aussieht. Und wenn man ihn nur lasieren möchte, so nimmt der Holzspachtel die Farbe gar nicht an und das sieht eh doof aus.
Ab jetzt kann man mit dem Sessel farblich machen was man möchte. Ihn lasieren und das somit die Holzmaserung zur Geltung bringen oder lackieren. Egal, ganz wie gewünscht. Hauptsache man verwendet Lasur oder Lack für den Außenbereich.
Ich habe mich für einen wasserbasierten Lack entschieden, der Vorstreichfarbe und Lack in einem ist. Friesisch Blau habe ich genommen, das hat so einen hübschen maritimen touch.
Nach dem Erstanstrich stellen sich die Fasern des Holzes durch die Feuchtigkeit erneut auf, sodaß ein Zwischenschliff zwingend notwendig ist. Hierfür kommt das 180er Schleifpapier zum Einsatz. Nachdem ich die Teile erneut vom Schleifstaub befreit hatte, kam nun der finale Lackanstrich auf das Holz und nach Trocknungszeit über Nacht habe ich schnell am nächsten Morgen das hübsche Stück wieder zusammengeschraubt und an meinem Lieblingsort neben meinem Mini Gartenteich im Garten platziert. Jetzt braucht ihr euch nur noch zurücklehnen und über eure Arbeit freuen und den Garten und das Leben genießen!!!